ghosts are part of the future

by Añu Paz


Opening: 08/03/2020 18:00

On view till: 22/03/2020


Opening during Düsseldorf Photo Weekend 2019:
Fr 08.03.2019 18-22h
Sa 09.03.2019 14-18h
Sun 10.03.2019 15-18h

 

Im Rahmen des Düsseldorfer Photo Weekend präsentiert das STUDIO FOR ARTISTIC RESEARCH die Ausstellung »ghosts are part of the future« von Añu Paz.

 

Añu Pazs Arbeiten beinhalten Fragestellungen an individuelle, soziale und fotografische Identitäten. Sie studiert Artikulationsmöglichkeiten der Fotografien in ihren Wirkungsräumen zwischen Sichtbarem und nicht Sichtbarem.

Añu Paz, geboren 1995, lebt in Caracas, Venezuela. Der Kontakt zwischen Añu Paz und Stephan Machac kam über das photo und video-sharing network Instagram zustande. Innerhalb eines fotografischen Chats kam es zu der Idee und Entwicklung der

Ausstellung »ghosts are part of the future«. Der Titel referiert auf Jacques Derridas Dialog in McMullens Film »Ghost Dance«. 

Übermittelt wurden die Arbeiten als Datenpakete mit genauen Angaben zur Produktionstechnik und Größe. Die Fotografien sind auf einem HP Latex Drucker produziert. Latex-Druck verwendet keine Öle,Lösungsmittel oder andere gefährlichen Stoffe und läßt eine haptische Oberfläche auf dem bedruckten Papier entstehen.
 
Die ausgestellten Fotografien zeigen Objekte aus dem Lebensumfeld der Künstlerin, die Sie in Mineralöl versinken lässt, bis sie nicht mehr von der Kamera erfasst werden können.

 

Paz integriert in Ihre kritisierende künstlerische Artikulation einen fotografische Diskurs über Oberfläche, Abbildung und Wiedergabe. Ein der Fotografie immanenter Charakter wird in Ihrer Arbeit genauso verhandelt wie die Situation einer zerfallenden gesellschaftlichen Identität. Obwohl Venezuela das erdölreichste Land in Südamerika ist und über die größten Erdölvorkommen der Welt verfügt, befindet es sich in einem akuten Zustand gesellschaftlicher Armut. Medizinische Versorgung und Lebensmittel sind Mangelgüter. Mineralöl ist in Venezuela billiger und einfacher zu bekommen als Brot.

 

Die Gesellschaft in Venezuela befindet sich in einem Status der Migration in die umliegenden Länder.
Anders als im Umfeld des STUDIO FOR ARTISTIC RESEARCH, in dem durch sogenannte Hinterhofverdichtung mehr Wohnraum zu Verfügung gestellt werden soll, findet in Caracas eine Auswanderung statt. Um diese gegenläufigen Bewegungen in die Ausstellung zu integrieren und den Ort und die Form der
Präsentation von fotografischen Arbeiten in dem künstlerischen Statement mitzudenken, wurden die
Fotografien auf Rigipsplatten montiert, die eigentlich zur Wohnraumerweiterung in den neu angebauten Stockwerken über den Ausstellungsort vorgesehen waren.

 

Die fotografischen Serie wurde auf fünf Bilder reduziert. Die mit dem schwarzen Öl emulgierenden Motive zeigen einen Baumwollstab, einen Phalaenopsis-Zweig, eine Zitrone, das Blatt einer Monstera und einen 35mm-Film. Das Öl hat die Baumwolle als größte Welthandelsware abgelöst. Viele sind durch den Handel mit beiden Gütern zu großem Reichtum gekommen aber noch viele mehr haben großes Leid dadurch erfahren. Venezuelas reiche Fauna und Flora versinkt in den Abfallprodukten der Ölförderung. Die Monstera ist eine der am häufigsten abgebildeten Pflanzen in der Kunstgeschichte. Das Öl entzieht den Bildern des verschwindenden 35mm-Films das Licht... 

»GHOSTS ARE PART OF THE FUTURE« - Añu Paz - Photo Weekend 2019 Newspaper - 08.03.2020

»GHOSTS ARE PART OF THE FUTURE« - Añu Paz - Photo Weekend 2019 Newspaper - 08.03.2020

»GHOSTS ARE PART OF THE FUTURE« - Añu Paz - Installation view - 08.03.2020

»GHOSTS ARE PART OF THE FUTURE« - Añu Paz - Installation view - 08.03.2020

»GHOSTS ARE PART OF THE FUTURE« - Añu Paz - Installation view - 08.03.2020

»GHOSTS ARE PART OF THE FUTURE« - Añu Paz - Installation view - 08.03.2020

»GHOSTS ARE PART OF THE FUTURE« - Añu Paz - Installation view - 08.03.2020

»GHOSTS ARE PART OF THE FUTURE« - Añu Paz - Installation view - 08.03.2020

»GHOSTS ARE PART OF THE FUTURE« - Añu Paz - Installation view - 08.03.2020